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Navigation: Sie sind hier >> Historisches >> Gruss an Kühnhaide

Umrauscht vom alten stämmigen Wald, umrahmt von Heid und Grün, auf dem Kamm des Gebirges, wo der Wind bläst so kalt und im Frühling die Schwarzbeern blühn. Wo am lachenden, sonnigen Sommertag der Wanderer sich der Einsamkeit freut, da liegt still und versonnen am plätschernden Bach ein Dörflein längs des Waldrand`s verträumt.


Klein sind die Häuslein die vereinzelt da steh`n , vom Wetter des Gebirges umweht, doch muten sie an immer freundlich und schön, wenn auch manches seit Jahrzehnten schon steht. Die Menschen zwar arm, doch genügsam und gut, halten fest an Sitte und Brauch jederzeit. Ein frohes Herz in der Brust, ein lustiger Blick, echt gebirgsche Art, in Freud und Leid.


Das Gasthaus am Bach lädt zur Rast freundlich ein. Ein guter Tropfen wird hier niemals verschmäht, dann noch ein Pfeifchen dazu und ein Gläschen Wein. So wird hier fröhlich gezecht früh und spät, die Jugend lustig im Tanze sich dreht, sogar die alten steh`n noch ihren Mann und erst wenn der Mond hoch am Himmel steht, schickt zum nach Hause gehen man sich an.












Die Mädels so schlank wie die Tanne im Wald und Augen wie Rehlein so treu. Der kirschrote Mund lockt zum Küssen gar bald, aber so schnell ist ihr Herz nicht dabei. Doch findest du ein Plätzchen für dich zu zwei`n, ein stille Bank die dir schenkt deine Ruh, da kannst du herzen und küssen im Mondenschein und der Wald rauscht ganz heimlich dazu.


Im Winter ist das Dörfchen gar tief verschneit, der Wald gleicht einem Märchen so schön. Mit Schneeschuh kommen Freunde von weit und breit die Schönheit unserer Heimat zu seh`n. Das Wild irrt hungernd im Wald umher, klar zeichnet sich im Schnee ihre Spur. Verstummt sind die Lieder, kein Vöglein singt mehr und im tiefen Schlummer liegt die Natur.


Doch wird es wieder Frühling, steigt die Sonne empor, wird auf den Bergen es wieder herrlich und schön. Die Lerche singt wieder und der Vöglein Chor und tausend bunte Blümlein erblühn. Im Wald erklingt die Säge, die Axt weithin schallt, der Jäger durchstreift seinen Forst und ächzend des Räubervogels Stimme schallt hoch herab vom schwindelnden Horst.


Drum lieb ich dieses Plätzchen am gurgelnden Bach und immer möchte mein Herz dort ruhen. Möchte lauschen dem Wald und den Vöglein nach des Tageswerk`s vollbrachtem Tun. Doch da ich in der Ferne, in der Fremde muss sein, muss entsagen ich all diesem Glück. Doch ich grüße dich mein Kühnhaide, du Dörflein so fein, von Herzen gern kehr ich einmal zu dir zurück.















Geschrieben in Gedenken an schöne Stunden in der Heimat, aus dem Schützengraben in Russland am 05. August 1943 von dem Pobershauer Heimatdichter Willy Löschner.